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Pfeifenbauexperiment

#1 von Arno , 05.01.2011 18:03

Hallo Forum,

es ist jetzt ein paar Jahre her, als hier und da in Foren über das Thema "trockenes" rauchen fabuliert wurde. Man kann die ganze Diskussion von damals auch heute noch als interessant bezeichnen, weil sie sich im Kern um die Frage drehte, wie man durch den Pfeifenbau das Kondensat so abführen oder binden kann, daß die ganze Brühe nicht vom Pfeifenholz aufgesogen werden muss, sondern möglichst viel davon absorbiert werden kann. Im "Saftsack" bei einer Cavallier, im Mittelteil der Ruhlaer Pfeifen oder durch die denicool-Kristalle.

Damals hat mir ein Pfeifenmacher dann eine Pfeife gewerkelt, die neben dem "Saftsack" auch noch einigermaßen modern aussehen sollte, quasi als Design-Gegenpol gegenüber den klassischen Cavallierpfeifen. Hier zeige ich den Entwurf jetzt nochmal, weil ich die Pfeife auch in fb mal in der internationalen Pfeifenmachergruppe vorstellen will.


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#2 von tombaz , 05.01.2011 18:35

Ich melde mich mal zu Wort.... Den Ansatz "trockenes Rauchen" find ich wirklich gut zu diskutieren, allerdings würde ich da nicht sofort zu einer Cavalierform greifen wolle sondern würde erstmals versuchen zu klären "warum" sotterts und gurgelts in der Pfeifen. Dies kann mMn an der Pfeifen selbst, am Tabak am Raucher selbst usw. liegen. Ich mach absolut keinen Hehl daraus das meine Lieblingspfeifen Meerschaumpfeifen sind da stellt sich dieses Problem sowieso nicht und wenn doch ist die Pfeifen am Ende oder einfach nur versaut. Eine weitere Variante Calabash wo das Kondensat an der Kürbisinnenseite abgefangen wird, wohl auch nur solange bis sie gesättigt ist, so eine möcht ich unbedingt noch in die Nichtsammlung eingliedern.... Und dann eben Cavalier wo das Kondensat nebst aller anderen anfallenden Flüssigkeiten ;-) eben in diesem ominösen Saftsack gesammelt wird. Grundsätzlich sage ich dazu: ich mag meine Cavalier und diese Form der Pfeifen kann für mich durchaus auch altmodisch anmuten, ja sogar eine Gesteckpfeife könnte mir gefallen von der Dunhill Bamboo Cavalier mal ganz zu schweigen. Auch deine Pfeife gefällt mir gut, denke aber das auch die wohl zum "Mitnehmen" auch schon etwas unhandlich sein wird, so stellt sich wohl berechtigt die Frage ob sie nicht auch größer hätte ausfallen können, wobei man über Design ja (gottseidank) geteilter Meinung sein kann und das ist auch gut so. An deiner Pfeife fällt mir eine superschöne Maserung auf, wobei mir persönlich das finish nicht sehr gefällt. Um das Thema abzuschließen glaube ich nicht das man in der cavalier das Optimum hinsichtlich Raucheigenschaften finden kann, tendiere eher in Richtung mehrere Pfeifen für unterschiedliche Tabake, eine Lösung die sich auf lange Sicht wohl bezahlt machen wird und da ist es ja nicht unbedingt erforderlich alles an Kondensat vom Holz fernzuhalten, ganz im Gegenteil...

Im Übrigen ist das hier vom System her auch eine Cavalier und was eine Ruhlaer ist könntest du mir noch erklären, das kenn ich überhaupt nicht....
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RE: Pfeifenbauexperiment

#3 von Arno , 05.01.2011 22:52

Hallo Thomas,

Ruhla, ein altes Pfeifenstädchen in Thüringen.... meiner Wahlheimat in Deutschland, also ich meine Thüringen.

Hier das Grundkonzept der Ruhlaer Pfeife, wobei die Mundstücke etwas länger sein sollten.



Peter Lehman ist in diesem Thema sehr intensiv tätig gewesen und hat auch viele alte Bilddokumente.

So sah dann eine improvisierte Version aus, die durch den Internetschnack entstanden ist, ich rauche sie heute noch oft, ich habe zwei Köpfe und inzwischen einen langen Bambusholm dran. Wenn schon Experiment, dann auch richtig. Gut, sieht ein bischen merkwürdig aus, ums Design haben wir uns damals auch keinen Kopp gemacht. Ich wollte das Teil für einen Extremversuch, den ich auch dürchgezogen habe. Täglich einmal über ein Jahr rauchen. Und? Heute noch so gut, wie damals, als sie neu war. Ich muss morgen mal ein aktuelles pic von ihr machen....




Ist extrem gewesen, aber über Kondensat erzählt mir keiner mehr Dummzeuch.... ...lange ein Lieblingsthema von mir, ist es heute eine Erfahrung, die mir auch heute noch hilft....


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#4 von tombaz , 06.01.2011 04:56

sieht seltsam aber brauchbar aus ;-) .... sehe auch das ihr ja schon einiges über das Thema diskutiert habt, werd mich da mal einlesen damit du nicht alles wiederholen musst, ja, ein aktuelles pic wär schön....

 
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RE: Pfeifenbauexperiment

#5 von Arno , 06.01.2011 11:44

Hallo zusammen,

so, mal einige aktuelle Eindrücke...
...ich liebe dieses Dreckding


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#6 von tombaz , 06.01.2011 14:19

jaja hat alle Merkmale einer Gebrauchspfeife ;-) wie einfach ist die zu reinigen ? die "Kondensat"kammer ist ja etwas schwer zugänglich.....

 
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RE: Pfeifenbauexperiment

#7 von Arno , 06.01.2011 16:41

Ich nehm ein Küchentuch, oder Papiertaschentuch. Allerdings schütte ich immer ordentlich Kristalle rein, die binden den meisten Mist.
Ist eigentlich nicht besonders schwierig sauber zu halten. Du würdest allerdings staunen, wieviel auch noch im Bambus hängen bleibt, der hat sich nicht umsonst so verfärbt.
Die beiden Köpfe hab ich bestimmt schon 5 mal ausgekratzt.


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#8 von tombaz , 06.01.2011 17:17

Je mehr ich mir die anseh umso besser gefällt mir die Pfeife, ausserdem - je nach Lage des Aufstellungsortes könnt man stricken oder videogames spielen beim Rauchen ;-)

Du solltest mir sowas in neu besorgen Arno....

 
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RE: Pfeifenbauexperiment

#9 von Arno , 06.01.2011 20:10

Frag Peter Lehmann per mail an, er macht Dir das bestimmt...


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#10 von Arno , 21.01.2011 11:22

Thomas,
nett zu wissen ist vielleicht noch, daß durch die mittige Bohrung im Kopf immer ein sehr gleichmäßiger Abbrand stattfindet. Also einen zentrischen Glutkegel ausbildet. Sehr förderlich!


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#11 von tombaz , 21.01.2011 15:52

klingt interessant Arno, ich habe diese Bohrung auch schon bei meiner langen Meerschaum Lovat (30er Jahre) entdecken können, wieso wendet man das nicht auch heute noch an....

 
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RE: Pfeifenbauexperiment

#12 von Arno , 21.01.2011 19:36

tja, gute frage... ...es kann verstopfen?


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#13 von Intruder66 , 21.01.2011 22:24

Wie wäre es dann mit so einem Innkopffilter? Wie diese angebotenen aus Keramik, angeblich ja nur Vorteile, könnte mir das aber bei einer mittelborung schon als Hilfreich vorstellen. http://www.diekeramiker.at/index.php

 
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RE: Pfeifenbauexperiment

#14 von Arno , 30.07.2011 23:22

ok, das sind cavalliers.

die ruhlaer finde ich besser, aber die cavallier geht auch gut. kann ich nur empfehlen. ist auch ein deutlich trockenes rauchen.


Gruss Arno



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RE: Pfeifenbauexperiment

#15 von Sven0780 , 13.10.2011 11:47

Hallo,

also das ist mal eine schicke Pfeife..ja viel gutes Brauchtum von früher haben wir leider verloren :(
Ich finde so eine Pfeife hat etwas Besonderes;)

Aber vielleicht sollta man mich nicht fragen..ich mag ja auch alte Autos;)

VG

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